Samstag, 20. Juni 2009

Da, wo die Meerschweinchen um die Wette laufen...

Wir sind angekommen, in Bogotá, der Hauptstadt von Kolumbien. Gemeinsam. Wow.
Maze und ich sind wieder vereint und nach ein paar Tagen Quito haben wir uns auf die 28 Std. Busfahrt nach Bogotá gemacht. Vorbei an Bananenstauden, grünen Tälern und 4 Militärkontrollen passierend, die Kokain in unserem Gepäck vermuteten. FARC-Rebellen haben wir bis jetzt noch nicht gesichtet. Das kommt noch.... =)

Das nächtliche Bogotá ist sehr spannend. Gestern wurde einfach eine der Hauptstrassen für den Autoverkehr gesperrt und Strassenkünstler machten sich breit. Breakdancer, Bands, Sänger, Salsatänzer und Messerjongleure. Und eben auch ein Typ, der dressierte Meerschweinchen um die Wette laufen lässt. Das Publikum setzt Geld auf umgestülpte Schüssel, die einen Eingang haben, in denen sich das Meerschweinchen verkriechen kann. Läuft das Meerschweinchen also in das "Häuschen" deiner Wahl, gewinnst du, läuft es worein, wo kein Geld drauf liegt, gewinnt der "freundliche Mann".
Mmh... die armen Viecher taten mir Leid. Aber lustig wars.

Ansonsten gibt es riesige Märkte mit billigen Klamotten, Ohrringen, Uhren, Tüchern, gefälschten Markenartikeln und jede Menge gegrillte Maiskolben und Ananas-, Mangostücke neben Abgasen auf der Strasse zu kaufen.
Heute Abend gibts nen klassisches Konzert und morgen gehts in die Salzkathedrale, die in einer Salzmine zur Ehren der Jungfrau errichtet ist. Das Taufbecken ist aus Salz!! Abgefahren, oder?

Ich melde mich wieder! Demnächst mit Bildern. Jetzt hab ich sogar nen Profi dabei, der alles festhält.

Samstag, 13. Juni 2009

Laura nennt es Rassismus... ich nenne es Abzocke

Kleine Sprachschule:
Ambiente = Umwelt
Ingreso = Eintritt
Extranjeros/ Extr. = Ausländer
Nino = Kind
menor = jünger
mayor = älter
NO Residentes = nicht wohnhaft in Ecuador

Freitag, 12. Juni 2009

Was Viagra mit Fußball zu tun hat

Ich gebe zu, in den letzten Wochen war ich ein wenig faul, um mehr zu berichten, das soll sich ändern. Es gibt neue Fotos und auch wieder jede Menge neue Erkenntnisse:
  • Wusstet ihr das Viagra gegen den Schwindel hilft, der einen befällt, wenn man sich plötzlich von einem Tag auf den anderen in 3000 m Höhe befindet? Nun, Fußballspieler, die von auswärts kommen und in Quito ein Spiel haben, profitieren von der geheimnisvollen Substanz. Denn sie haben meistens wenig Zeit um sich zu aklimatisieren. Also wird schnell ne Pille eingeworfen. Mmh... Nebenwirkungen? Diese Info habe ich von vertrauenswürdiger Quelle, dem herstellenden Pharmaunternehmen Pfizer selbst.
  • "Wozu eine Abschlussklausur stellen, wenn ich meine Studenten auch bloß den Kurs evaluieren lassen kann?", dachte sich meine verehrte Wirtschaftsethik-Professorin. Die Annika hat profitiert. Loben konnte sie schon immer gut. Dass das jetzt sogar benotet wird, gefiel ihr doppelt gut.
  • Ah.. gute deutschsprachige Musik ist auch in die CD-Spieler der Taxifahrer Quitos geraten. So hörte mein erstauntes Ohr auf einmal die bekannten Klänge "Dumdideldum.... der Kommissar geht um". Ich musste doch sehr lächeln auf dieser Fahrt.
  • Laura und Annika haben sich erfolgreich im Canopying versucht, wie die Bilder beweisen. Kopfüber, hüpfend im Känguruhstyle oder einfach nur mit viel Speed eine 500 m - lange Schlucht überquerend... yippieh, macht Saubock. Solltet ihr auch mal probieren. Am nächsten Tag ging es zu versteckten Wasserfällen, die in einem friedlichen und von Orchideen wimmelnden Wald rauschen. Ein Paradies, der Ort Mindo.
  • Am Strand von Mompiche habe ich das erste Mal schwarzen Sand gesehen. Irre. Der glitzert sogar nach irgendeinem Metall. Als Bonus sprang sogar unweit ein Delphinpärchen durch die Wellen. Das wäre doch nicht nötig gewesen. Ansonsten die ewig gleichen Schönheiten, Palmen direkt am Wasser, Hängematten zum Einschlafen schön, begleitet vom Meeresrauschen und lustige Kinder, die sich fotografieren ließen. Leider war langes Wochenende, so dass alle Restaurants schon schnell keinen frischen Frisch mehr hatten, egal, man kann sich ja nicht jeden Tag verwöhnen...
  • Ich habe zugeschlagen. Auf dem Markt der Kunsthandwerker und "Ich-weiß-wie-ich-Touristen-das-Geld-aus-den-Taschen-ziehe" von Otavalo hab ich mich nicht satt sehen können an Farben, Tüchern, Hängematten, Wollpullis und Schmuck. Laura und ich haben einen erfolgreichen Streifzug gemacht und uns wie die Kinder an unseren neuen Errungenschaften gefreut. Die größtenteils indigene Bevölkerung ist super freundlich, ehrlich und macht einem faire Preise. Es hat richtig Spaß gemacht zu handeln.
  • Mein Praktikum in der Kammer ist vorbei, der Uni hab ich auch schon zum Abschied gewunken und nun wartet ein pochendes Annikaherz auf den lang ersehnten Besuch eines gewissen Herrn, der hier am Montag, 8:00 Ortszeit, seinen Fuß auf ecuadorianischen Boden setzt. Ich werde das Flugzeug von meiner Dachterrasse aus erwarten, dann zum Flughafen stürzen und ihn in Empfang nehmen. Wir verbringen dann ein paar Tage in Quito, bevor es auf nach Kolumbien geht. Ich werde live berichten, was uns widerfährt. Angeblich tanzen die Kolumbianer saugut Salsa, sind übermäßig freundlich, haben Traumstrände und was sonst noch alles für dieses spannende Land spricht, erfahrt ihr demnächst....