Freitag, 20. März 2009

Machu Picchu

Das spannende Leben der Annika R. weiss weiterhin zu berichten:
Besagte Frau betrat als 62. Besucherin von ca. 2000 am 17.3.2009 besagte Inkastaette und thronte genau um 8.30 Uhr auf dem hoechsten Aussichtspunkt vom Waynapicchu mit der Nase in Nebelschwaden. Die lichteten sich aber dann und liessen einen traumhaften Blick auf die geheimnisvolle Stadt zu.

Man muss dazu wissen, es gibt unterschiedliche Wege, um das neue Weltwunder Machu Picchu zu besichtigen. Ich habe mir eindeutig den langwierigsten, abenteuerlichsten und anstrengendsten ausgesucht. Dafuer habe ich viel Geld gespart und hatte ne Menge Spass. Eine kleine Hochrechnung der 2-Tages-Tour:
  • 17 h Bus- und Taxifahrt (davon 1,5 h auf einem Benzintanker-Autodach, bedingt durch Reifenpanne gings per Anhalter weiter)
  • 10 h Wandern: 2,5 h davon in voelliger Dunkelheit und halb blind Bahngleise entlangstolpernd, weitere 2,5 h davon stur bergauf Monstersteintreppen erklimmend)
  • Nahrung innerhalb von 2 Tagen: 4,5 Kekse mit Peanutbutter, 3 Bananen, 5 Minibroetchen (innen hohl), 1 Portion Spaghetti Bolognese, 1 Schokoriegel, 1 Obstsalat
  • 5 h Schlaf waehrend dieser sportlichen Strapazen
  • 7 Weggefaehrten aus Frankreich, England, Quebec, Argentinien und Chile
  • 120 Fotos, von denen die Haelfte alle das gleiche Motiv zieren, bloss von unterschiedlichen Winkeln und unter anderen Lichtverhaeltnissen aufgenommen (man weiss ja nie)
  • 1 Wespenstich und 1 weiterer Stich einer unbekannten Spezie, die man bloss in diesen Hoehen ausfindig macht
Sonst lasse ich euch die langweilige Details erspart... da doch jeder Touri das gleiche sieht und bestaunt.

Weitere lustige Eigenarten dieses Landes:
  • Es ist voellig normal mit Mami oder Papi angeredet zu werden, wahrscheinlich eine Form des Respekts. Trotzdem schaute ich verdutzt drein, als ich beim ersten Einkauf mein Wechselgeld in Empfang nahm und ein "Si, gracias, Mami" zu hoeren bekam.
  • Mittlerweile friert es mich sehr und ich laufe mit Strickmuetze rum. Morgen geht es auf den Titicacasee, der sich in 3800 m Hoehe befindet.
Mein Weggefaehrte Cyril hat sich mittlerweile auf die Heimreise gemacht, so dass ich nun noch 1 Woche mit Laura weiterreise, bevor es zurueck nach Ecuador geht. Keine Angst, irgendwann faengt auch fuer mich wieder die Uni an.

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

hui, das hört sich abenteuerlich an.
den titikakasee kenn ich von pipi langstrumpf!

Anonym hat gesagt…

Wenn du zurück in Deutschland bist werden sich die Verlage und Zeitungen um deine Story reißen! Das wird ein Bestseller! Ich seh dich schon bei Johannes B. Kerner im Interview... :)
Ne, jetzt mal ernst: hört sich wirklich extremst cool und abenteuerlich an was du berichtest. Interessant: selbst im tiefsten Urwald und an den höchsten Gipfeln scheint das Internet zum Bloggen omnipräsent zu sein...

annika hat gesagt…

Ja, das stimmt. das internet: mein Freund und Feind. Du glaubst gar nicht in welchen seltsamen dreckigen Hinterzimmerchen ich schon gehockt hab, um schnell ein paar Zeilen zu tippen. Und neben mir 10jährige Kinder, die Egoshooter spielen.