Peru:
- Anderes Land, andere Sitten, andere Leute: Der Peruaner und der Touri sind besondere Freunde, man steigt aus dem Bus aus und ist umringt von lauthalsschreienden grinsenden Personen, die dich fuer eine ihrer Touren, Hostels oder Taxis begeistern wollen. Am Anfang mag das einschuechtern, jetzt laechelt man einfach, bahnt sich einen Weg durch die Menge und sagt "No gracias". Ich mag dieses Benehmen à la weisse Frau trifft Einheimischen ganz und gar nicht. Brr.
- Bevor man allerdings die peruanischen Busse besteigt, muss man die Sicherheitskontrolle passieren. Da steht der Peruaner dem Ami in nichts nach. Vorschriftsgemaess muss jeder Fahrgast einen Fingerabdruck im vorgesehenen Feld hinterlassen. Einmal im Bus angekommen, filmt ein Mitglied der Boardcrew mit Videokamera jedes einzelne Gesicht. Hat man diese Prozedur erstmal hinter sich, wird man allerdings mit "Lassie" und "Narnia" verwoehnt. Das Filmprogramm wird kindgerecht. Richtig so. Kann auch schonmal passieren, dass man das Vergnuegen hat den Film in Endlosschleife zu schauen. Fuer die, die dich nicht aufgepasst haben. =)
- Peru ist an der Kueste sautrocken und in den Anden wunderbar gruen. Dieser Gegensatz ist krass. Das Wandern ist meine Lust geworden. Es ist irre die tollen Andenlandschaften in voelliger Einsamkeit zu erklimmen. Ich will nicht sagen, dass es mir leicht faellt, 2 Std. am Stueck immer hoeher zu steigen. Aber ich bin saustolz wenn ich schliesslich vor einem verschneiten Gipfel stehe, ihn anbruelle und mich auf 4500 m Hoehe befinde.
- In der Wueste habe wir gestern eine Oase besucht. Umrandet von Sandduenen à la Sahara findet man einen kleinen See mit Palmen zum Chillen und Ausruhen. Dort habe ich dann Sandboarding ausprobiert. Nachdem ich erste Versuche im Stehen gemacht habe, die sich aber als fatal erwiesen, weil die Bindung immer aufgesprungen ist, hab ichs mir schliesslich auf meinem Bauch gemuetlich gemacht und bin die Sandduene heruntergeduest. Yeah.
- Das Leben ist billig. Uebernachtung im Schnitt 5 $. Essen 3 $. Getraenke duerfen auch schon mal ins Restaurant mitgenommen werden, kein Problem, es werden sogar ohne Aufforderung 3 Glaeser gebracht und eingeschenkt. Den Service gibts nicht immer. Manchmal muss der LowBudget-Tourist in Kauf nehmen, dass man erst die Strasse ueberqueren muss, um auf Toilette zu gehen. Da das Hostel noch ueber keine sanitaeren Anlagen verfuegt, muss das Nachbarhostel herhalten. Fatal, wenn man nachts ein Beduerfnis verspuert. Dann heisst es schnell sein. Das Toilettenpapierproblem besteht uebrigens nach wie vor. Der schlaue Backpacker hat also immer eine Rolle dabei.
- Letzte Aktion: Ich habe eine kleine Cesna bestiegen (6 Leute) und bin eine halbe Stunde ueber die Pampa rund um Nasca geflogen, um die geheimnisvollen Zeichen voriger Erdenbewohner zu bestaunen. Man munkelt es seien Gruesse aus dem All oder ein unbekannter astronomischer Kalender. Wenn ihr mich fragt, dann gabs einfach auch schon frueher kreative Menschen. Es war auf jeden Fall ein Abenteuer. Mein Magen fand das uebrigens auch.
Genug fuer heut, der Touri streift weiter durchs Land und laesst euch alle gruessen.
1 Kommentar:
ach das mit dem wandern stell ich mir auch toll vor! zum schluss der ausblick und die freiheit spüren! und das wandern ist bekanntlich auch des müllers lust.. also wir müssen da tatsächlich mal was planen ;)
drück dich!
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