Sonntag, 1. März 2009

Auf den Spuren von Indiana Jones

Ueber mir springen Affen durch die Baeume, ich wate durch Matsch und Morast, es ist eine Bullenhitze, mein T-Shirt klebt, Moskitos surren, ich wate weiter, krieche unter einem Baustamm durch, bleibe im Matsch bis zum Knie stecken, erreiche einen kleinen Bach, ernaehre mich von Kakao und Guave, eine Liane streift meine Wange... es lebe das Abenteuer im ecuadorianischen Regenwald.

Nach Tagen ohne ein Lebenszeichen, in denen ich meinen Sonnenbrand und Durchfallattacken auskurieren musste, nun ein paar Zeilen. Leider kann ich keine Bilder posten. Das ist schade. Es sind tolle dabei. Ihr muesst euch gedulden.

Ich habe tatsaechlich 3 Tage im Regenwald mit Zelt gecampt. In Baechen gebadet, tagsueber geangelt und Dschungelwanderungen unternommen, bin riesigen Baeumen begegnet, deren Baumstaemme der Breite nach auf kein Foto passen und habe mich nachts von quakenden Kroeten und nervigen Muecken in den Schlaf wiegen lassen. Yeah.

Beobachtungen:
  • Die Busse in Ecuador sind puenktlicher, guenstiger und schneller als die Deutsche Bahn. Welch ein Luxus. Du kommst am Terminal an, und schon schreien dir 3 Leute ins Gesicht: "Ambato", "Quito", "Cuenca"... du wirst persoenlich zum Bus begleitet (oder gehetzt) und bekommst sogar noch einen Drink und Keks gratis. Es geht in einem irren Tempo voran. Puenktlich zur Mittagszeit wird gestoppt und alle begeben sich in ein kleines Strassenrestaurant zum 2 $ Almuerzo. Unterhaltungsprogramm gibts auch. Unsere Lieblingshelden Stallone, Van Damme und Jackie Chan hetzen jedem Ganoven mit viel Schweiss und tollkuehnen Stunts hinterher. Dazu wird man mit Salsarythmen beschallt, die eher an WDR 4 erinnern, was mir jedes mal die Nackenhaare hochstehen laesst. Was will man mehr?
  • Ueberall gibt es Miss-Wahlen. Gerade zur Karnevalszeit waehlt auch jeder kleinste Ort seine Favouritin. Deren Aufgabe ist es dann sich dem Volk in praechtigen Umzuegen zu praesentieren. Mit leicht eingefrorenem Laecheln wirft sie von Blumen ueberhangenen und praechtig geschmueckten Wagen Apfelsinen in die Menge. Ein Spektakel.
  • Es gibt jede Menge Vulkane, nur blieb uns die Sicht bis jetzt auf speiende Gipfel verwehrt. Meistens haengen dichte Wolkendecken ueber den Bergen, so dass wir leider keine Rauchwolken sichten konnten. Schade.
Weitere Plaene:
Es geht weiter nach Peru. Morgen stoesst Laura wieder zu uns. Und gemeinsam begeben wir uns tiefer ins Inkareich.
Es gruesst mit Bauchschmerzen eine sonst froehliche Annika

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

herrlich, sie lebt. und wie!

beste grüße von einem dagegen langweiligen aber trotzdem schönen leben hier in mannheim:)

wir vermissen dich hier sehr! in wirklichkeit!