Habe gestern den Friedhof Guayaquils besucht. Sehr beeindruckend. Die Ecuadorianer beerdigen ihre Verstorbenen nicht unter der Erde, sondern die Saerge werden wie Schubladen in eine Wand geschoben. Auf den Waenden stehen die Namen der Verstorbenen, umrandet von vielen Blumen und Andenken. So entsteht ein Korridor durch den man hindurchlaeuft und rechts und links weilen ueberall tote Menschen. Gruselig ist das aber nicht. Alles ist in hellem Weiss gestrichen. Das macht es zu einem friedlichen Ort. Man nennt den Friedhof auch "la ciudad blanca", die weisse Stadt. Dieser ist an einem Hang angelegt, und je weiter man aufsteigt, desto aermlicher werden die Graeber. Den Hang saeumen viele aus Schutt und Steine ragende Kreuze. Dort hat das Geld nicht ausgereicht, um sich einen Platz in einer der Waende zu sichern. Der gesamte Friedhof ist super verwinkelt und staendig gehen Treppen auf und ab. Super zum Verlaufen. Ist zum Glueck nicht passiert.
Als wir gerade gehen wollten, kam eine Gruppe Menschen laermend durch das Haupttor gestroemt. Sechs Personen trugen einen Sarg auf ihren Schultern. Es wurden Fotos gemacht, gerannt und sich lautstark unterhalten. War ein Erlebnis dem Ereignis beizuwohnen.
In der Uni finde ich mich langsam zurecht. Es ist super klein, hier studieren vielleicht 150 Studenten im Moment. Man laeuft staendig den gleichen Leuten ueber den Weg. So lernt man sich kennen. Am Anfang war ich ein wenig ueberrascht, aber mittlerweile hat man sich dran gewoehnt. Alles laeuft sehr persoenlich ab, wie Oberstufenunterricht. Der Prof fragt, die Studenten antworten. Nicht schwer, aber anders. =)
Besonderheiten in der Zusammenfassung:
- Aus Sicherheitsgruenden gibt es private Taxiunternehmen, "Taxi amigo", die man anruft, wenn man irgendwohin fahren will. Meistens ist es der gleiche Fahrer. Wie ein privater Chauffeur sozusagen. Unserer heisst Camilo. Muy simpàtico.
- In unserem Haus leben ausser uns noch 4 Katzen und 3 Hunde. Manchmal finden sie den Weg zur Toilette nicht. Achtung Tretmine! Juchhu!
- Die Poker-Mania hat auch Ecuador erreicht. Bin leider um 2 $ aermer geworden. Keine Chance.
- Um die Ecke gibts ne Joghurtbar, wo man fuer einen 1 $ Smoothies kaufen kann. Muy rico. Neidisch?
Naechste Woche geht es nach Quito... ich melde mich wieder!
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2 Kommentare:
Hi Annika,
*räusper
kaum bist du nicht mehr hier, schon verfällst du dem Glücksspiel! Nun gut, ich schicke dir als bald mal eine Predigt dazu :-D ..
Spass bei Seite, schön, dass es dir in Ecuador gefällt. Was du von deiner Unterkunft erzählst erinnert mich ein bisschen an meine Zeit in Spanien!habe mit 8 Leute in einem Haus gewohnt. Hoffe bei euch ist die Küche nicht so ein Chaos :-)
cuidate y sigue escribiendo el Blog
saludos andi
die leguane sind mal krass...
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